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Gezeitenströmungskraftwerke


So könnte ein Gezeitenströmungspark 2018 aussehen
Die meisten derzeit bekannten erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Wind, Solar, Wellenenergie und Biomasse nutzen direkt oder indirekt die Sonneneinstrahlung und verwandeln diese in elektrische Energie. Damit sind längst nicht alle verfügbaren erneuerbaren Energiequellen ausgeschöpft: Die Rotation des Mondes um die Erde erzeugt Gezeiten, die sich zur Energieerzeugung nutzen lassen.

Seit den 70er Jahren kennt man Gezeitenkraftwerke, die periodisch in Meeresbusen hinein fließende Wassermassen aufstauen und damit bei Ebbe eine konventionelle Hydroturbine antreiben. Der Nachteil dieser Technologie sind große Staudämme im Meer.

Voith Siemens Hydro entwickelt deshalb neuartige Gezeitenkraftwerke, die nicht die Stauhöhe des Wassers sondern ähnlich wie Windkraftwerke die kinetische Energie der Strömung ausnutzen und völlig unter Wasser betrieben werden können. Dabei werden an einer brückenartige Konstruktion bis zu drei Turbinen mit je 1 MW Nennleistung installiert, die um die horizontale Achse drehbar sind. Damit wird den Turbinen ermöglicht, das Wasser der alle sechs Stunden wechselnden Strömungsrichtung optimal zu nutzen. So kann erneuerbarer Strom erzeugt werden ohne jegliche visuelle Beeinträchtigung.

Im Juli 2007 konnte ein Joint Venture zwischen Voith Siemens Hydro und Renetec geschlossen werden. Mit Sitz in der Region Jeollanam-do vermarktet und produziert es Gezeitenströmungsturbinen unter dem Namen Voith Siemens Hydro Tidal Corporation. Voith Siemens Hydro hält einen Anteil von 51 Prozent an dem Unternehmen.

Die Entwicklung konzentriert sich zunächst auf ein großes Projekt vor Ort, einem Gezeitenkraftwerk mit einer Nennleistung von ca. 600 MW. Mit diesem Kraftwerk kann ein jährlicher Strombedarf von 400.000 Haushalten gedeckt werden.