| Wasserkraft trägt mit ca. 32 % zur Abdeckung des Energiebedarfs in Afrika bei.
Afrika hat ein reiches Potential an Wasserkraft, davon wurden bisher lediglich 4,3 % genutzt. Nahezu die Hälfte aller bestehenden Pläne können aufgrund von Kriegsschäden, Abwanderung, Finanzmangel und Wartungsproblemen nicht durchgeführt werden. Nur 10 % aller Afrikaner haben Zugang zu Elektrizität. Diese 10 % sind ungleich verteilt und konzentrieren sich auf einige wenige Länder. 82 % der Stromerzeugung geschieht im Norden und im Süden des Kontinents. Daraus ergibt sich, dass Afrika mit 450 kWh den niedrigsten Pro-Kopf-Jahresverbrauch in der Welt hat.
Bis heute sind etwa 20.300 MW in Afrika installiert, davon fallen 23 % auf Nordafrika, 25 % auf Westafrika und 51 % auf Süd- und Zentralafrika.
Wasserkraft-Projekte sind kapitalintensiv – einer der Gründe, warum afrikanische Regierungen nicht bereit sind, sie schneller zu realisieren. Der Abbau staatlicher Kontrollen und die Liberalisierung des Energiesektors, inbesondere in ostafrikanischen Ländern wie Äthiopien, Kenia und Tanzania, ziehen vor allem private Investoren an, die auch die Entwicklung von Klein-Wasserkraftanlagen in Erwägung ziehen.
Voith Siemens Hydro hat daher in Afria nur etwa 350 Einheiten mit einer Gesamtleistung von ca. 5.000 kW installiert – 2,6 % der weltweit von Voith Siemens Hydro installierten Turbinen. |